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Ein Tag auf dem Summerbreeze

 

Das Wochenende vom 14. - 16. August. Vor Anderthalb Monaten hab ich noch versucht, frei für dieses Wochenende zu bekommen, um mit irgendwem aufs Summerbreeze Festival zu gehen. Allerdings machte mir da unser Freiplan einen strich durch die Rechnung, denn es war - wie so oft in diesem Jahr - kein Plätzchen mehr frei.

In seiner unendlichen Güte muss das Wesen, welches meine Arbeitszeiten plant, einen Anfall von Frohmut gehabt haben, denn wenigstens der Samstag und der Sonntag blieben mir frei. Das heißt ich wusste ab Mittwoch oder Donnerstag, dass ich am Wochenende höchstwahrscheinlich (wenn das Wesen es sich nicht anders überlegt bis Donnerstag oder Freitag nachmittag) doch noch aufs Breeze kann.

Da ich das zuvor nicht wissen konnte, hatte ich mich für die freitägliche Nachtschicht eingetragen.

Sodann wachte ich am Freitag Nachmittag auf, in dem Wissen das ich die nächsten 48 Stunden wohl wenig Schlaf bekäme.

Gott sei Dank hat irgendwann mal ein Thailänder beschlossen ein Getränk namens Krating Daeng zu erfinden, woraus dann in Europa ein gleichnamiges allerdings sprachlich angepasstes Koffeingetränk enstand, welches über gewisse Zeiträume den unnötigen Schlaf erspart.

So stand ich die Nachtschicht durch ohne großen Anflug von Müdigkeit. Gegen 06.00 Uhr am Samstag Morgen wartete ich dann geduldig auf einen Arbeitskollegen bzw. besser gesagt auf sein Navigationsgerät und machte es mir unter freiem Himmel gemütlich bis er/es eintraf.

Auf der Fahrt nach Dinkelsbühl begann dann die Müdigkeit doch an mir zu nagen. Auch laute Musik und offenes Dach vermochten dies nicht zu beseitigen. Also kurz auf nem Autobahnparkplatz anhalten und ein wenig körperlich Ertüchtigen, um den Kreislauf wieder in Schwung zu bringen.

Ich glaube die übrigen Parkplatzbesucher dachten an die versteckte Kamera, als plötzlich ein gepflegtes Cabrio auf dem Parkplatz hielt aus dem unglaublich laut unglaublich harter Metal zu vernehmen war und ein kleines Männchen ausstieg und wild durch die Luft sprang, anschließend wieder ins Auto stieg, das Dach schloß und zügig davon fuhr.

Ankunf in Dinkelsbühl: 08.00 Uhr. Mein lieber Arbeitskollege L. war extra früh wach, nur und ausschließlich um mich in Empfang zu nehmen. Sogleich wurde mir die herzliche Gastfreundlichkeit von ihm und seinen 3 Mitstreitern zu teil, die mich mit Frühstück und Schattenplatz verwöhnten.

Nach diesem Genuß kam mir trotz Müdigkeit und 1L undefinierbarer brauner Flüssigkeit, die ich zu mir genommen hatte, um den Tag bis zu den Konzerten zu überstehen, der Gedanke, dass außer mir ja noch andere meiner durchgeknallten Freunde bei einem Festival wie diesem sein könnten.

Also kurzum das Handy rausgekramt und Nummern durchwühlt...

"Hey Tobi. Was treibsch *hicks*"

"I fahr grad homm. Warum?"

"Ja dann hat sichs schon erledigt. Bin aufm Breeze, dacht du bisch vielleicht au hier..."

Ok. Hmmmm... nehmen wir doch ne Nummer bei der im zugehörigen Namen ein RaR (Rock am Ring) dahinter steht.

(Anm. d. Verf.: Ich hab hinter 50% meiner Handy-Nr. irgendetwas, dass mir einen Hinweis darauf gibt, woher ich die Person kenne. Sonst kann ich mit dem Namen viel zu oft nix anfangen. Vielleicht erinnert sich der ein oder andere auf Grund der letzten Blogeinträge - ich habe kein so gutes Gedächtnis...)

"Hi Kai."

"Hi Jo."

"Was treibsch?"

"Fahr grad zum Breeze."

"Ah gut. Wann seid ihr da? Ich komm euch dann vorne abholen."

Am anderen Ende vernehme ich nur noch nicht definierbares Geschrei. Aber ich glaub sie ham sich gefreut :D.

Eine Stunde später ist die halbe Ring-Clique mal wieder spontan vereint. 

Gut was steht denn heute auf dem Plan?

Born From Pain - Lecker mal wieder

Evergreen Terrace - Man beachte ihr Cover des Songs "Mad World"

Volbeat - Wenn mir das stehen würde, hätte ich mir längst die Haare für eine 50er-Jahre-Tulle wachsen lassen...

Dagoba - JA!!!!!!!!

Und dazwischen die ein oder andere Band, die mich weniger interessiert...

Es ist ein verdammt warmer und trockener Samstag, aber davon lassen wir uns doch nicht unterkriegen. Erstmal werden auf dem Campinplatz noch ein paar Leute besucht, die man von hier und dort kennt und ein bisschen gemeinsamer Scheiß getrieben. Hierbei stellt sich heraus, dass Mo´s Kopf ein unglaublich praktischer Ort ist, um eine Bierdose abzustellen. Gut zu wissen - für die Zukunft.

Irgendwann gehts ab aufs Festivalgelände, wo wie so oft Securities kraft reiner Willkür Getränke in 1,5L-Tetra-Packs!!!!!!! verbieten. Ab sofort werde ich mich vor Festivals mit einem Wochenendvorrat an Durschdlöscher-0,5L-Packs eindecken... Halb verdurstet schleppen ein paar Freunde mich zum erstbesten Getränkestand. Was hat uns dieses Festival an Non-Alkoholika zu bieten? Ah ja. Es gibt Cola mit einem Affen auf dem Emblem. Bei näherem Betrachten kann man feststellen, dass es sich um die Bio-Version einer Cola handelt. Verdammt! Wo sind wir hier? Wood-Breeze? Ich seh gar keine Hippies!

"Ein Wasser!"

Ok. Weg von diesem Dämpfer und ran an die Bühnen. Das Summerbreeze ist eines der Festivals mit der angenehmen Eigenschaft von zwei sich abwechselnden Bühnen. Während auf der einen gespielt wird, wird die andere für die nächste Band gerüstet und gesoundcheckt, sodass zwischen den Bands nur Pausen von 5 Minuten bestehen. Davon is der Teil der Ring-Clique, der das zuvor nicht kannte, begeistert. Und ich nutze so gleich die Gelegenheit, um den Vorschlag zu machen in Zukunft den Ring vielleicht doch außen vor zu lassen und lieber 1-2 solcher gemütlicher Festivals zu besuchen :>.

Der Ring ist halt auch nur der Ring für mich wegen der Leute, die immer dabei sind.

Während ein paar für uns uninteressante Bands vor sich hinspielen, machen wir es uns bei einer Brasilian Bar gemütlich und genießen den Luxus von Schatten und ständiger Crushed-Eis-Versorgung durch die kaum genervten Barkeeper.

Also liegen wir so quer durcheinander und fröhnen unseres Daseins, während mich die Müdigkeit fast wieder packt und ich ein wenig vor mich hindöse. 

Auf einmal hör ich eine Band beginnen, lausche auf und denk mir: "Hm. Klingt nach Hardcore. Das kann nur Born From Pain sein."

In einem Tempo das der Lichtgeschwindigkeit unglaublich nahe kommt, lege ich alle wichtigen Gegenstände bei einer Freundin ab, binde lose Teile an meinem Körperfest und sprinte mitten rein ins Vergnügen eines gepflegten Hardcore-Konzert-Moshpits.

Im Anschluß an die Band stelle ich fest, dass meine Schuhe endlich weiß sind. Wer träumt nicht von weißen Schuhen? Ach ja richtig... der, dessen Schuhe vorher Schwarz waren. Als Gipfel der Frechheit stellen wir fest, dass da direkt vor der Bühne abertausende weißer Kieselsteine liegen. Da begründen die das Verbot von großen Tetrapacks mit der Gefahr des Ausnutzens als Wurfgegenstand und dann liegen da Steine! Do legst die nieda.

Zurück zu den anderen. Wunden lecken und wieder hinlegen. Bis Volbeat chill ich da weiter rum und steh nur ein paar Minuten auf um ein paar Blicke von Evergreen Terrace zu erhaschen. Bin aber zu fertig um nochmal vorne rein zu hasten.

Dann kommt Volbeat und die ganze Clique steht beisammen nahe am linken Bühnenrand und wir genießen die Show und trällern mit, wo unsere Textsicherheit es zulässt und quäken mit, wo sie es nicht tut. Während einem der Lieder, dass mit den verheißungsvollen Worten "Counting all the assholes in the Room..." beginnt, fällt mir ein, dass ich Patrick anrufen muss, weil er leider nicht da sein kann und dennoch teilhaben sollte :>.

Der bedankt sich sogleich mit einem "Ich hasse dich!  Aber leg jetzt ja nicht auf." (Zumindest steht das so in meiner Erinnerung)

Nach Volbeat verabschieden wir alle einander herzlich wie immer. Zwar will der ein oder andere Dagoba vielleicht doch noch sehen, aber die Fahrerinnen entscheiden, das es jetzt nach Hause geht. Gott sei Dank bin ich mein eigener Fahrer - also ab ins Partyzelt...

Wow es ist erst 21.30 Uhr und Dagoba fängt erst um 23.00 Uhr an. Davor kommt noch Bury My oder Me Deep. Nach Fünf Minuten is mir das zu schnöd und ich knack ein bisschen ein.

Kurz vor Elf wache ich wieder auf, als mein persönlicher Drummer-Gott Franky Costanza auf der Bühne steht und soundcheckt.

rein ins getümmel und die Band beginnt:

 

 Und ab dem Moment soll mich mal wieder eine Stunde lang nichts halten...

 

Gegen 00.30 am Sonntag Morgen erreiche ich dann erschöpft aber glücklich mein Auto und mache mich auf den Weg, um noch ein paar Freunde zu besuchen.

Die nächsten anderthalbtage verbringe ich hauptsächlich im schlaf und mach nur kurz Pause um 2 Toasts und ein Spaghetti-Eis zu essen =)

ABER DAS JAHR IST NOCH LANGE NICHT VORBEI!!!!!!!!! *IRRESTARR*

 Coming up Next - The Fall of Troy oder ähnliches ...

 

Ach und ehe ichs vergesse:

18.8.09 06:31
 


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bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Nixenmaedchen / Website (18.8.09 09:16)
Das Breeze war total geil dieses Jahr *-*


Sarah (19.8.09 18:08)
und uns wollte niemand dabei haben.
ich frag dich nicht mehr "und was geht nächstes wochenende?"


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