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Frauenkeilereien

Frauenkeilereien



Guten Morgen! Noch bin ich wach und hab ein wenig Muse, weshalb ich noch schnell nen Blog runterratter, damit der ein oder andere vielleicht mal wieder was zum Schmunzeln hat.

Dem heutigen Abend ward lange entgegengefiebert und doch bestand die ganze Zeit Sorge, ob ich denn überhaupt Zeit hab. Wer mich privat kennt, mag und gern was mit mir unternimmt, hasst meine Berufswahl, die mich immer bis kurz vor Schluß im dunkeln tappen lässt, ob ich zusagen kann oder nicht.

Und bevor ich anfange vom heutigen Abend zu berichten, heul ich mich kurz nochmal darüber aus, dass ich seit April erfolglos versuche für das kommende Wochenende frei zu bekommen, um mit ein paar Freunden aufs With Full Force Festival zu fahren. *insTaschentuchschnief*

Ich klammer mich ja noch an das letzte Fünkchen Hoffnung, dass eventuell bis Donnerstag Abend keine Arbeit fürs Wochenende ansteht und mein Chef mich fahren lässt. Mein Chef weiß noch nichts von dieser genialen Idee. Ich habs mal angedeutet, aber ob das richtig rüberkam, weiß ich nicht.

Wenn ich so darüber nachdenke, muss ich mir unweigerlich sein Gesicht vorstellen, wenn ich ihm das nochmal erläutere. Ein kurzes O.O, dann ein :> und danach ein ...-.- und dann geh ich wohl aus seinem Büro raus und zwar so --> ;O



Kommen wir zum heutigen Abend. Seit Wochen planen Sarah (alias Susan alias das Schaf) und ihr Freund Micha mit mir aufs Rollerderby nach Stuttgart zu gehen. Für die Leute auf deren Stirn sich jetzt ein Fragezeichen bildet: schaut doch einfach mal auf www.rollergirlz.de und werdet Fans. Wie leider so oft war nicht klar, ob ich rechtzeitig von der Arbeit heimkomme. Doch man höre und staune: die Arbeit war um 17 Uhr getan und so konnte ich den kleinen Mann mit Krücken (auch Patrick genannt) anrufen und zur Aufbruchbereitschaft auffordern.

Bis der mit seiner zeitweiligen Invalidität zum Abmarsch bereit ist, konnte ich noch in Ruhe tanken und eine Bank ausrauben. In dieser Reihenfolge. Falls ihr auch einmal Freunde mit gebrochenen Haxen habt: An der Tanke gibt es so tolle blaue Schilder. Wenn ihr die geschickt an der Frontscheibe platziert, habt ihr beim Abholen was zu Kichern.

(Einwurf: Ich mag gute Coversongs, besonders beim Blog schreiben. Es läuft Mnemic – Wild Boys)

Auf der Fahrt nach Stuttgart wurden wiedermal alte Feindschaften mit rivalisierenden Personengruppen aufgepeppt. Was müssen die auch hier rumfahren, wenn ich mal zwecks Kulturveranstaltung in die Landeshauptstadt will?

Das Event fand im sog. SpOrt Stuttgart direkt neben dem Daimler-Stadion statt, welches wir gegen 19 Uhr erreichten. Wer kommt eigentlich immer auf solch dumme Namen? Bitte bei mir melden und Hilfe abholen...

Määääääh... ich meine Sarah und Micha waren schon vor Ort und haben Karten für uns abgestaubt und ab gings in die recht stickige Halle. In Gebäuden dieser Art findet man immer wieder Schilder über die Auszeichnung des Architekten für ein solch meisterhaftes Bauwerk. Fenster, Frischluftzufuhr und sonstiger neumodischer Schnick-Schnack scheinen bei der Bewertung allerdings keine Rolle zu spielen. Seis drumm, ich wusste nur aus Erzählungen, was mich bei einem Rollerderby erwartet: Ein bunter Haufen alltagsgeplagter Frauen in Hot-Pants, Miniröcken und mit Rollschuhen an den Füßen rennt um die Wette im Kreis. Zwei Teams und viel gegenseitiges Gekloppe. Alles möglichst blutig und brutal. Wie schon im Ring-Blog erwähnt, finde ich solch sinnlose Gewalt ja abstoßend, aber was macht man nicht alles für seine Freunde.

Die Damen der Stuttgart Valley Rollergirlz und Barockcity Ludwigsburg Rollerderby betreten die Arena und werden mit feurigem Applaus empfangen. Die Moderatoren versuchen in wenigen einfachen Schritten, dass Regelwerk zu erklären, während die Spielerinnen die jeweils erklärte Regel choreographisch ähnlich einer Stewardess bei den Sicherheitswarnungen im Flugzeug darstellen. Hierbei vergessen sie leider, dass nicht nur Schwaben anwesend sind und dass jene, welche diese Mundart nicht verstehen, noch dazu schwerhörig sind. Auf deutsch: die Boxen waren a bisserl leise. Auf der Afterparty wurde mir von einem der Rollergirlz stolz erklärt, dass diese Spielanleitung 30 Seiten umfasst. Und keins der Girls kennt die Regeln so genau. Das ist mir persönlich aber auch nicht wirklich wichtig, denn mir geht’s nur drum, die Damen dabei zu beobachten, wie sie sich durch die Halle werfen. Natürlich nur zu Fortbildungszwecken und Weiterführung meiner Studien im Bereich „Verhalten des anderen Geschlechts in außergewöhnlichen Situationen“. Um mein armes kleines Gehirn zu entlasten, mach ich das eine oder andere Video, was mir weitere Notizen erspart. Das hat den positiven Nebeneffekt, dass ich über Material verfüge, um all die Sensationshungrigen abzufertigen, die mich nach meinem Wochenende fragen.

Und wieder ein kleiner Tipp am Rande: Wenn ihr mal aufs Rollerderby geht, setzt euch unbedingt in eine der Spielfeldkurven in den „ab 18“-Bereich. Dieser befindet sich direkt am Spielfeldrand und die Chance, dass euch eines der knapp bekleideten Mädels in den Schoß fällt, ist nicht gerade gering. Ich persönlich habe mich selbstverständlich während des gesamten Spieles außerhalb dieses Bereiches aufgehalten, um mir ein besseres Gesamtbild zu verschaffen!

Nach Ende des Spiels, welche die Stuttgarter Damen zweihundertundvieroderfünf zu paarundzwanzig für sich entschieden, ging es zu besagter Afterparty in „Szenelokal“ Zwölfzehn. Hier machte sich bemerkbar, dass ich schon am Freitag abend etwas länger wach war und am frühen Morgen aufstehen musste, um den halben Tag zu arbeiten. Gegen Mitternacht tauchten dann auch Domme und Bine auf. Eigentlich hatten wir geplant uns vor Spielbeginn zu treffen, aber Domme berichtete von einzigartigem Schuhwerk, welches er zunächst auf „Ingo-bash-Tauglichkeit“ prüfen musste. Und so etwas dauert nun einmal seine Zeit.

Nur zur Übung, nicht zur Strafe mussten uns die beiden mit Döner versorgen.

Gegen 1.00 Uhr entschied ich mich dann aber doch für den Heimweg, da ich den kleinen Mann mit Krücken noch ins Bett bringen und mich selbst und Tiny the Tourbus auch noch heil bis nach Hause führen musste.

Gute Nacht und bis zum nächsten Blog. =)

 

 

28.6.09 05:04
 


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bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


ina (28.6.09 14:13)
"tiny" find ich gut....


Jo / Website (28.6.09 16:08)
Mein Auto hat Charakter. Dann brauch es auch nen Namen :>

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