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Mein Rock am Ring 2009 - Teil 3

Teil 3



Aufwachen und nen Blick auf den Spielplan werfen:



Spielplan Rock am Ring - Samstag, 06. Juni 2009

CENTERSTAGE

SUZUKI ALTERNASTAGE

Coca-Cola Soundwave Tent

Slipknot

22:30-0:15

Mando Diao

0:50-2:00

Dredg

2:10-3:15

The Prodigy

20:35-21:50

Jan Delay & Disko No. 1

23:10-0:20

And You Will Know Us By The Trail Of Dead

1:10-2:00

Machine Head

19:05-20:05

Bloc Party

21:40-22:40

The Gaslight Anthem

0:10-1:00

Volbeat

17:45-18:40

Reamonn

20:15-21:10

Biffy Clyro

23:15-0:00

Flogging Molly

16:35-17:20

Madness

18:55-19:50

Alexisonfire

22:25-23:05

Trivium

15:35-16:15

Phoenix

17:45-18:30

Duff McKagan's Loaded

21:35-22:15

Sevendust

14:45-15:15

The Script

16:40-17:20

The Soundtrack Of Our Lives (OEOC)

20:50-21:25

 

 

White Lies

15:45-16:20

A Day To Remember

20:10-20:40

 

 

Sugarplum Fairy

15:00-15:25

Madina Lake

19:35-20:05

 

 

VV Brown

14:20-14:45

YouMeAtSix

19:05-19:30

 

 

The Intersphere

13:45-14:05

The Painters

18:35-19:00

 

 

 

 

Coke Programm

13:00-18:30



Ah ja. Heute bleiben wir auf der Center und machen in der Nacht einen kleinen Abstecher ins Zelt um endlich Dredg mal live zu sehen.

*krabbelt aus dem Zelt*

Wasn das? Ääääääh es reeeegnet... und voll kalt... iiiiiiiiiiiiieh. Egal. Was wäre Ring ohne nen Tag Regen? (Aber so schweinekalt wars mir dabei bisher noch nie ;O) Und bekanntlich gibt es ja kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung. Nur Schade, dass ich keine Regenkleidung mitgenommen hab. Hm... Shopping Time! Jetzt hab ich auch Bock drauf.

“Will noch wer Sevendust sehen?” - “Wersn das?” “Hmmmm, neeee....”

“Hey Steve, you wanna see Sevendust?” - “Of Course, dood!!!”

Na wenigstens einer. Ey man es kübelt wie aus Eimern und ich hab nur nen Pulli an.



Sevendust – Zone A

Also hoch aufs Gelände und erstmal am T-Mobile-Stand ein Gratisregenkondom überwerfen. Wer hätte es gedacht, die Dinger können garnix. Nach 30 Minuten und ein bisschen Pit bei Sevendust ist meine Hose so nass, als hätte ich sonst nix an. Der Pulli unterm rosa T-Mobile-Kondom übrigens auch.... So gehts nicht weiter.

Der ach so harte Steve hat im Pit eins auf die Lippe bekommen und blutet grinsend, als würde er ne schwarze Messe feiern.



Trivium – Zone B

Nach 5 Minuten Trivium brauch ich was gescheites zum anziehen, sonst frier ich mir noch was ab, was ich vielleicht nochmal irgendwann brauche. Außerdem weint Steve jetzt doch rum, weil er müde und ihm kalt ist.

Also ab die Stände abgrasen. Nach wenigen Metern findet sich auch schon was Passendes. Ein super schwarzer Windbreaker. Von Außen hälts trocken und von innen warm, genau das Richtige. Aber weil selbst das diesen Wassermassen nicht standhalten wird, brauch ich noch einen gescheiten elbischen Tarnumhang, damit der Regen mich nicht sieht.

Beides zusammen runtergehandelt auf 40,- €. Ja im Herzen bin ich halt doch ein orientalischer Preisdrücker.

Hm jetzt hamm wir Trivium verpasst, aber das macht auch nichts, die haben mich eh nicht so gereizt. Der Windbreaker macht schön warm und das grüne Tarncape funktioniert!

Floggin Molly – Zone B

Dann schaun wir uns doch mal Flogging Molly an: Wie zu erwarten tanzwütiger Irish Folk. Wenn ich jetzt mit den Leuten mittanze, schwitz ich mir den Arsch ab. Außerdem regnets ja no........ Ey was das denn? Toll. Hat aufgehört. Na dann ziehen wirs halt aus. Der Rest der Truppe hat sich inzwischen in Zone A eingefunden. Die wollen Volbeat genauso wenig verpassen wie ich. Steve mag nicht mit in Zone A. Steve weint lieber ein bisschen still vor sich hin. Hoffentlich hat er niemanden greifbar, der ihm das Zeug hier übersetzt.

Volbeat – Zone A

Nach 2 Liedern die anderen gefunden und freudig begrüßt. Daraufhin ruft Michael Poulsen, der Sänger der dänischen Truppe “SILENCE!” .... “I Kill You”. Da surft wohl noch jemand zu viel im Internet. Mit dieser Homage an Achmed, den guten alten und toten Terroristen wird erstmal eine Reihe von Volbeat-Krachern eingeleitet. Hach ja ich mag Volbeat. Wer auf “Elvis-Metal” dieser Art steht, sollte sich auch mal Life of Agony reinziehen. Ist ein bisschen härter, aber im Grunde sehr ähnlich.

Machine Head – Zone A

Beim letzten mal hab ich mir die Jungs auf der Alterna reingezogen und war direkt in der Mitte vor der Bühne. Im Auge des Sturms sozusagen. Ein Sturm ists diesmal für mich nicht, weil wir ganz rechts außen stehen und der Sound miserabel ist. Man versteht nicht, was er singt und das machts nur halb so gut =(. Zum Vorkämpfen in die Mitte bin ich zu müde und zu unmotivert *weint still ein bisschen vor sich hin*

The Prodigy – Zone A

Die Damen unserer Truppe fangen schon vor dem Konzert an zu kreischen wie 14-Jährige bei Tokio Hotel. *duck*

Naja ich mag Prodigy ja auch, aber auf der Center, bei Rock am Ring, direkt vorm Headliner???? Egal was solls. Ach da kommen ja die Herren der Schöpfung. Die 2 “Sänger” kennt man ja vielleicht aus den Videos. Der Weiße Sänger Keith Flint hüpft wie auf XTC vom linken Ende der Bühne zum Rechten. Naja, schließlich handelt es sich ja um Drum´n Base oder so und da muss das wohl so sein. Der Blick in seinem Gesicht bestätigt die These. Ungefähr so:

Ja, das gesamten Konzert lang. Ja, auch wenn er lächelt.

Der Schwarze (Ich hab ihn während des Konzerts liebevoll “Kreischer” getauft) quiekt pro Lied circa fünf mal aufgeregt irgendetwas ins Mikro. DAS gepaart mit der Musik stachelt unsere Damen nur noch mehr an und sie beginnen brutalst zu pogen. Da ich Gewaltätigkeiten dieser Art völlig ablehne, stelle ich mich zur Entspannung und um die Menge besser im Blick zu haben an den Äußersten Bereich und lehne mich an den Zaun. Hierbei muss ich ein wenig traurig feststellen, dass ich die Rock-am-Ring-Besucher bisher an diesem Wochenende bei keinem Konzert so hab abgehen sehen. Ich glaube ich werde alt und schaff es nicht mit der Zeit zu gehen o.o. Egal mir gefällt das Spektakel ja.

Slipknot – Zone C

Irgendwann ist auch The Prodigy vorbei und wir beschließen größtenteils erstmal was zu futtern zu besorgen. Das gibts nur außerhalb der Zonen A und B und so machen wir uns auf den Weg. Aus der Zone C heraus beobachte ich dann auch eine zeitlang Slipknot. Corey mit neuer Maske. Viele alte Lieder. Gefällt mir gut und ich treffe unsere Zeltplatznachbarn und unterhalte mich ein wenig. Hierbei erfahre ich einige unglaublich wichtige Fakten über die Entstehung der Band und lausche entspannt dem doch sehr leisen Sound, wenn man bedenkt, dass wir nur ca. 150 m von der Bühne entfernt stehen. (Naja vielleicht ist auch meine Gabe zur Einschätzung der Entferung ein wenig getrübt ob der letzten Tage, aber uns ist auch später öfter aufgefallen, dass der Sound ein bisschen weiter hinten viel zu leise war)



Wen jetzt das ganzen Zonengequatsche verwirrt hat, dem sei gesagt, dass es sich hierbei nicht um das nostalgische Geplapper eines Wossis handelt, der ich nunmal bin. Nein es rührt daher, dass sich die Veranstalter von RaR für dieses Jahr ein ganz besonderes Schmankerl ausgedacht haben. So erreicht man die sog. Zonen A und B direkt vor der Bühne nur über die Boxengasse, von der aus man wiederrum nichts von der Bühne mitkriegt. Also lohnt sich der Gang nur, wenn man sicher ist, nicht anstehen zu müssen. Im Vergleich zum letzten Jahr ist immerhin besser, dass es scheinbar weniger Massenpanik auf Grund von Zerquetschungsängsten an den Eingängen zu den vorderen Bereichen gibt. Außerdem gibt es jetzt Klos und Getränkestände da vorne. Man ist also nicht mehr gezwungen sich ein Bier bei den wandelnden Fässern zu kaufen oder eine total verratzte Tetra-pappe aufzuheben und sich in der Hoffnung, das sich die Securities erbarmen etwas Wasser herbeizuschaffen, an die Wellenbrecher quetschen.

Herrgott, da lob ich mir doch Festivals, bei denen es genau einen Wellenbrecher gibt. Wer vorne rein will, drückt sich halt irgendwie durch. Wer nicht will, schaut sich das spektakel halt 50 Meter weiter hinten an. Bei der Alternastage funktioniert das doch auch...

Außerdem gibts in Zone A keinen Ausgang auf der linken Seite. Wenn du während eines Konzerts also raus willst, hilft nur das verbotene aber spaßige Crowdsurfen, bei dem du dann vielleicht deine Kohle oder auch dein Bändchen verlierst (Soll beim Southside schon vorgekommen sein, dass sie dir das Bändchen abschneiden, weil Crowdsurfen ja böse und verboten ist.) Oder du fasst dir ein Herz und quetscht dich 10 Minuten lang durch die Masse bis zum Ausgang auf der rechten Seite.



Dredg - Soundwave-Tent

Genug des Zonengeplänkels. Schließlich gibts ja noch das Soundwave-Zelt, wo sich heute Dredg tummeln und es keine Zonen gibt. Stattdessen direkt nebeneinander zwei Bühnen, um einen schnelleren Ablauf zu gewähren. Zunächst gilt es noch die Zeit mit “The Gaslight Anthem” und “You will know us weil unser Name viel zu lang ist aber wir zwei Drummer haben und deshalb gut sind by the Trail of Death” rumzubringen. Das schöne im Zelt ist: Hier ist es warm und man kann es sich auf dem ein klein wenig verkeimten Fußboden bequem machen und ein bisschen pennen. Wenn man lang genug auf Konzerte geht, gewöhnt man sich auch dran ein bisschen bei dem Krach zu knacken. Hier ein Tipp: ein Rucksack mit feuchtem Pullover darin, stellt ein prima Kopfkissen dar und sollte immer mitgeführt werden!

Da ist ja auch der Phil! Unser lieber Freund und DJ im ein oder anderen Club, den ich gern besuche. Und wen trifft man noch? Den Artur und den Mario :D. Mensch jetzt is aber was los. Genau die richtigen Leute um Dredg ordentlich zu genießen. Mario erzählt mir dann noch, dass er nächste Woche Dredg nochmal live sieht. In Aschaffenburg. Ne, also das mir dann doch zu weit, wegen einem Konzert. Mittlerweile bin ich aber fast so weit die beiden zum Area 4 Festival zu begleiten. Mal sschaun was drauß wird und wenn, dann gibts hier auch wieder nen Bericht davon :>.

Ach ja eh ichs vergess: Dredg spielt ja. =)

4 Jungs. Progressive Sounds. Und für mich wahre Musikkunst.

Angefangen damit, dass der Drummer da im Hintergrund im 210°-Winkel in einem Tempo rumdrischt, dass eher an eine Deathmetal-Band erinnert und dabei trotzdem ins klangliche Bild passt. Dräschen ist dabei auch fast das falsche Wort. Er ist schnell und weiß seine Kraft punktgenau einzusetzen. Pro Lied verbraucht er trotzdem mindestens einen Stick, der dann den dankbaren Fans entgegen geschleudert wird oder irgendwo hinter der Bühne landet.

Weiter gehts mit dem Bassisten, der zusätzlich Keyboarded und in Bruchteilen von Sekunden zwischen beiden Instrumenten hin und her greift und dabei zusätzlich Klänge per Voicesynthesizer erstellt.

Nicht zu vergessen der Gitarrist, der technisch, von meinem amateurhaften Blickwinkel aus, einiges zu bieten hat.

Und zu guter Letzt der Sänger, welcher mich mit seiner etwas außergewöhnlichen Stimme zu verzaubern weiß, zwischenzeitlich auch mal die Gitarre schwingt oder die Slideguiar, die bei Dredg eine wichtige Rolle spielt, auch mal mit einem Drumstick verwöhnt.

Nach dem Konzert ist es wieder einmal tiefe Nacht. Ich beweg mich allein aus dem Zelt, da alle meine MitSTREITER entweder früher schlapp gemacht haben, zum Unstimmigkeiten ausschnick-schnack-schnucken nach draußen gegangen sind oder schlicht auf einem ganz anderen Campingplatz als ich sind. Hierbei ist es mir verwährt den direkten Weg zu nehmen, denn der wird von Securities versperrt. Warum erschließt sich mir auch nicht, als ich den längeren Weg, der direkt vor der Alterna vorbeiführt, nehme. Denn von hier aus kann ich den Rücken der Securities sehen und könnte sie jetzt in einem Akt der Selbstdarsellung von hinten attackieren. Naja, lassen wir das und gehen lieber zurück auf den Campingplatz.

Ich habe mir eben noch Dredg angesehen und muss das erstmal verdauen, denn die Jungs waren in meinen Augen wirklich herausragend. Trotzdem muss mich jeder mit irgendwelchem belanglosen Zeug vollquasseln. Nach ein paar Minuten quatsch ich noch ein bisschen mit der Sarah über das soeben erlebte und mach mich dann auf in mein Zelt, denn morgen muss noch Teil 4 entstehen.

13.6.09 17:26
 


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bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Danny K. (14.6.09 18:58)
Jo, mach hinne, ich brauch mööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööäääääääääääääääääääääääääääeeeeeeeeeeeeeehr

Geniale Flash-backs beim lesen, geiles ding, mein Freund!


ina (15.6.09 18:19)
wie immer sehr deluxe !!!!!
ich "les" dir gerne zu.... ;-)
Auf, mach hinne, Ring isch no net rum....

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