* Startseite     * Über...     * Archiv     * Gästebuch     * Kontakt     * Abonnieren








Über

Wer das liest, möge sich bitte die Minute Zeit nehmen, um meinen Blog mit positiver oder negativer Kritik zu bereichern.

 

Ich nutze meinen Blog mal so ähnlich wie ein Tagebuch und schreib darin, was mich so interessiert, bewegt oder zum Lachen gebracht hat.

 



Werbung



Blog

Nothing Left But Shattered Memories

Lang lang ist es her, als ich zum letzten Mal Zeit und Lust gefunden habe, ein paar Zeilen zu tippen.

Normalerweise mache ich das ja auch nur zu gegebenen Anlass - Welcher heute allerdings nicht vorliegt.

Den Titel habe ich übrigens aufgrund eines Songs gewählt, den ich gerade höre. Denn im Endeffekt ist Alles was man hier so liest nur ein kleiner Teil zerütteter Gedanken meiner Selbst.

Also was gibt es neues zu berichten? Musik- und konzertmäßig hatte ich in letzter Zeit arges Pech. Zunächst war da die Geschichte in Köln. Übers Internet ein paar Leute klar gemacht, die sich mit mir auf den weiten Weg machen, um meine vermeintliche Lieblingsband anzuschauen (The Fall of Troy). Also alle rein ins Auto und zu sechst ab nach Köln (300 km), um dann vor Ort festzustellen, dass die Band "krankheitsbedingt" ausfällt. Bis heute ist mir nicht bekannt, ob es einen Ersatztermin oder das Geld zurück gibt. Warum auch? Der Inder direkt neben dem Veranstaltungsort hat sich über unser Geld gefreut und aufgegessen haben wir auch. Und einmal Tanken sind bei meinem Auto auch nur 100 Euro. Da kommts auf die zwanzig Öcken für das Konzertticket auch nicht an. Gott sei Dank konnte ich diese Schmach vor Freunden als gewolltes Snob-Dinner in Köln bei einem exquisiten, exotischen Feinschmeckerrestaurant tarnen.

Als nächstes war da Bodo Wartke in Karlsruhe. Seiner einer hat seinen Auftritt allerdings lediglich um 3 Monate auf den Februar verschoben. Aber angehende Doktorinnen und gelangweilte Blogger haben natürlich auch im neuen Jahr Zeit für einen Abend geballter Comedy, welche mit dem Klavier untermalt wird. Also Sarah - der Termin steht .

Zu guter Letzt war da noch die Never Say Die - Nacht. Seit Monaten haben mein lieber Mitbewohner und ich diesem Ereignis entgegengefiebert, um endlich Iwrestledabearonce-Frontfrau Krysta Cameron singen, schreien, kreischen und crowlen zu hören. Wir hätten uns sogar in die erste Reihe begeben, um ihr mit schmerzverzerrtem Gesicht entgegenzubrüllen und ein wenig ihres Gesangsspeichels aufzufangen. Mit diesen guten Vorsätzen sind wir dann auch in unserem zweiten WG-Auto - einem alten, klapprigen, weißen Saab - zum Konzert gerast. Während wir die Treppe zum Substage hinunterstürzten und jeden Entgegenkommenden zur Seite drängten, nahmen wir auch schon Klänge wahr, die wir als gewünschte Band erkannten. Beim Betreten der Örtlichkeit stellten wir allerdings verbittert fest, dass das der letzte Song der Band an diesem Abend war. Tja - wieder kein Glück. Aber der Abend brachte ein Poster und zwei T-Shirts mit Yoda-Aufdruck ein. Und immerhin sehen wir darin für unser Befinden unglaublich heiß aus. Im April sind die komischen Amerikaner wieder in Karlsruhe. Lassen wir es also auf einen zweiten Versuch ankommen.

Bevor ichs vergess: An alle die ich vergessen hab noch ein frohes neues und so - blablub. Ja, ja gut reingerutscht. Nein keine Vorsätze. War auch nur wieder ein gesellschaftlich mehr angesehener Grund sich einen hinter die Binde zu kippen. Nein das is keine Schwarzseherei. Denn wir finden auch ohne Silvester IMMER einen Grund um das zu tun. Irgendwie müssen wir die Zeit bis zum jüngsten Gericht ja rumbekommen. Und da Alkohol gemischt mit Blut ja bekanntlich nicht brennt, kommen wir trotzdem in den Himmel.

Was steht sonst noch an im Januar? Freitag ist erstmal Kittie in Karlsruhe. Diese reine Frauenband habe ich zum ersten und einzigen Mal 2002 oder 2003 bei Rock im Park erleben dürfen. Damals war ich unerfahren und unbedarft was solch harte, böse Musik angeht. Da war es schon was besonderes vier Frauen auf der Bühne schreien zu hören. Und als zünftiger, pubertierender Fünfzehnjähriger stand ich dann auch sabbernd mitten im Getümmel und habe die dunkelhäutige Bassistin angehimmelt. Ich bin mir nahezu sicher sie hat mehrmals zurückgezwinkert!!! Wenn das kein Grund ist am Freitag da hinzugehen?! Aber zu meiner Trauer muss ich sagen, dass sie bisweilen nicht mehr in der Band weilt.

Egal. Ende des Monats is ja auch noch ein kleines Schmankerl in Stuttgart. Bleeding Through, All Shall Perish, Hatebreed und als Headliner Machine F**KING Head. Eigentlich wollte ich ja nur endlich mal Hatebreed und die damit eingehende willkürliche Riot Dance Vorführung betrachten. Aber den Rest nehm ich natürlich gern im Paket mit. Ich verstau zur Sicherheit doch noch nen nicht abgelaufenen Erste-Hilfe-Kasten im Auto. Denn begleitet werde ich zum Teil durch Leute, die nicht wissen was auf sie zukommen. Zumal sie neben mir stehen werden, wenn mein Gehirn aussetzt und ich Musik erlebe.

Näheres Folgt. Danke fürs Lesen. Auf bald.

 

6.1.10 04:30


Werbung


Ein Tag auf dem Summerbreeze

 

Das Wochenende vom 14. - 16. August. Vor Anderthalb Monaten hab ich noch versucht, frei für dieses Wochenende zu bekommen, um mit irgendwem aufs Summerbreeze Festival zu gehen. Allerdings machte mir da unser Freiplan einen strich durch die Rechnung, denn es war - wie so oft in diesem Jahr - kein Plätzchen mehr frei.

In seiner unendlichen Güte muss das Wesen, welches meine Arbeitszeiten plant, einen Anfall von Frohmut gehabt haben, denn wenigstens der Samstag und der Sonntag blieben mir frei. Das heißt ich wusste ab Mittwoch oder Donnerstag, dass ich am Wochenende höchstwahrscheinlich (wenn das Wesen es sich nicht anders überlegt bis Donnerstag oder Freitag nachmittag) doch noch aufs Breeze kann.

Da ich das zuvor nicht wissen konnte, hatte ich mich für die freitägliche Nachtschicht eingetragen.

Sodann wachte ich am Freitag Nachmittag auf, in dem Wissen das ich die nächsten 48 Stunden wohl wenig Schlaf bekäme.

Gott sei Dank hat irgendwann mal ein Thailänder beschlossen ein Getränk namens Krating Daeng zu erfinden, woraus dann in Europa ein gleichnamiges allerdings sprachlich angepasstes Koffeingetränk enstand, welches über gewisse Zeiträume den unnötigen Schlaf erspart.

So stand ich die Nachtschicht durch ohne großen Anflug von Müdigkeit. Gegen 06.00 Uhr am Samstag Morgen wartete ich dann geduldig auf einen Arbeitskollegen bzw. besser gesagt auf sein Navigationsgerät und machte es mir unter freiem Himmel gemütlich bis er/es eintraf.

Auf der Fahrt nach Dinkelsbühl begann dann die Müdigkeit doch an mir zu nagen. Auch laute Musik und offenes Dach vermochten dies nicht zu beseitigen. Also kurz auf nem Autobahnparkplatz anhalten und ein wenig körperlich Ertüchtigen, um den Kreislauf wieder in Schwung zu bringen.

Ich glaube die übrigen Parkplatzbesucher dachten an die versteckte Kamera, als plötzlich ein gepflegtes Cabrio auf dem Parkplatz hielt aus dem unglaublich laut unglaublich harter Metal zu vernehmen war und ein kleines Männchen ausstieg und wild durch die Luft sprang, anschließend wieder ins Auto stieg, das Dach schloß und zügig davon fuhr.

Ankunf in Dinkelsbühl: 08.00 Uhr. Mein lieber Arbeitskollege L. war extra früh wach, nur und ausschließlich um mich in Empfang zu nehmen. Sogleich wurde mir die herzliche Gastfreundlichkeit von ihm und seinen 3 Mitstreitern zu teil, die mich mit Frühstück und Schattenplatz verwöhnten.

Nach diesem Genuß kam mir trotz Müdigkeit und 1L undefinierbarer brauner Flüssigkeit, die ich zu mir genommen hatte, um den Tag bis zu den Konzerten zu überstehen, der Gedanke, dass außer mir ja noch andere meiner durchgeknallten Freunde bei einem Festival wie diesem sein könnten.

Also kurzum das Handy rausgekramt und Nummern durchwühlt...

"Hey Tobi. Was treibsch *hicks*"

"I fahr grad homm. Warum?"

"Ja dann hat sichs schon erledigt. Bin aufm Breeze, dacht du bisch vielleicht au hier..."

Ok. Hmmmm... nehmen wir doch ne Nummer bei der im zugehörigen Namen ein RaR (Rock am Ring) dahinter steht.

(Anm. d. Verf.: Ich hab hinter 50% meiner Handy-Nr. irgendetwas, dass mir einen Hinweis darauf gibt, woher ich die Person kenne. Sonst kann ich mit dem Namen viel zu oft nix anfangen. Vielleicht erinnert sich der ein oder andere auf Grund der letzten Blogeinträge - ich habe kein so gutes Gedächtnis...)

"Hi Kai."

"Hi Jo."

"Was treibsch?"

"Fahr grad zum Breeze."

"Ah gut. Wann seid ihr da? Ich komm euch dann vorne abholen."

Am anderen Ende vernehme ich nur noch nicht definierbares Geschrei. Aber ich glaub sie ham sich gefreut :D.

Eine Stunde später ist die halbe Ring-Clique mal wieder spontan vereint. 

Gut was steht denn heute auf dem Plan?

Born From Pain - Lecker mal wieder

Evergreen Terrace - Man beachte ihr Cover des Songs "Mad World"

Volbeat - Wenn mir das stehen würde, hätte ich mir längst die Haare für eine 50er-Jahre-Tulle wachsen lassen...

Dagoba - JA!!!!!!!!

Und dazwischen die ein oder andere Band, die mich weniger interessiert...

Es ist ein verdammt warmer und trockener Samstag, aber davon lassen wir uns doch nicht unterkriegen. Erstmal werden auf dem Campinplatz noch ein paar Leute besucht, die man von hier und dort kennt und ein bisschen gemeinsamer Scheiß getrieben. Hierbei stellt sich heraus, dass Mo´s Kopf ein unglaublich praktischer Ort ist, um eine Bierdose abzustellen. Gut zu wissen - für die Zukunft.

Irgendwann gehts ab aufs Festivalgelände, wo wie so oft Securities kraft reiner Willkür Getränke in 1,5L-Tetra-Packs!!!!!!! verbieten. Ab sofort werde ich mich vor Festivals mit einem Wochenendvorrat an Durschdlöscher-0,5L-Packs eindecken... Halb verdurstet schleppen ein paar Freunde mich zum erstbesten Getränkestand. Was hat uns dieses Festival an Non-Alkoholika zu bieten? Ah ja. Es gibt Cola mit einem Affen auf dem Emblem. Bei näherem Betrachten kann man feststellen, dass es sich um die Bio-Version einer Cola handelt. Verdammt! Wo sind wir hier? Wood-Breeze? Ich seh gar keine Hippies!

"Ein Wasser!"

Ok. Weg von diesem Dämpfer und ran an die Bühnen. Das Summerbreeze ist eines der Festivals mit der angenehmen Eigenschaft von zwei sich abwechselnden Bühnen. Während auf der einen gespielt wird, wird die andere für die nächste Band gerüstet und gesoundcheckt, sodass zwischen den Bands nur Pausen von 5 Minuten bestehen. Davon is der Teil der Ring-Clique, der das zuvor nicht kannte, begeistert. Und ich nutze so gleich die Gelegenheit, um den Vorschlag zu machen in Zukunft den Ring vielleicht doch außen vor zu lassen und lieber 1-2 solcher gemütlicher Festivals zu besuchen :>.

Der Ring ist halt auch nur der Ring für mich wegen der Leute, die immer dabei sind.

Während ein paar für uns uninteressante Bands vor sich hinspielen, machen wir es uns bei einer Brasilian Bar gemütlich und genießen den Luxus von Schatten und ständiger Crushed-Eis-Versorgung durch die kaum genervten Barkeeper.

Also liegen wir so quer durcheinander und fröhnen unseres Daseins, während mich die Müdigkeit fast wieder packt und ich ein wenig vor mich hindöse. 

Auf einmal hör ich eine Band beginnen, lausche auf und denk mir: "Hm. Klingt nach Hardcore. Das kann nur Born From Pain sein."

In einem Tempo das der Lichtgeschwindigkeit unglaublich nahe kommt, lege ich alle wichtigen Gegenstände bei einer Freundin ab, binde lose Teile an meinem Körperfest und sprinte mitten rein ins Vergnügen eines gepflegten Hardcore-Konzert-Moshpits.

Im Anschluß an die Band stelle ich fest, dass meine Schuhe endlich weiß sind. Wer träumt nicht von weißen Schuhen? Ach ja richtig... der, dessen Schuhe vorher Schwarz waren. Als Gipfel der Frechheit stellen wir fest, dass da direkt vor der Bühne abertausende weißer Kieselsteine liegen. Da begründen die das Verbot von großen Tetrapacks mit der Gefahr des Ausnutzens als Wurfgegenstand und dann liegen da Steine! Do legst die nieda.

Zurück zu den anderen. Wunden lecken und wieder hinlegen. Bis Volbeat chill ich da weiter rum und steh nur ein paar Minuten auf um ein paar Blicke von Evergreen Terrace zu erhaschen. Bin aber zu fertig um nochmal vorne rein zu hasten.

Dann kommt Volbeat und die ganze Clique steht beisammen nahe am linken Bühnenrand und wir genießen die Show und trällern mit, wo unsere Textsicherheit es zulässt und quäken mit, wo sie es nicht tut. Während einem der Lieder, dass mit den verheißungsvollen Worten "Counting all the assholes in the Room..." beginnt, fällt mir ein, dass ich Patrick anrufen muss, weil er leider nicht da sein kann und dennoch teilhaben sollte :>.

Der bedankt sich sogleich mit einem "Ich hasse dich!  Aber leg jetzt ja nicht auf." (Zumindest steht das so in meiner Erinnerung)

Nach Volbeat verabschieden wir alle einander herzlich wie immer. Zwar will der ein oder andere Dagoba vielleicht doch noch sehen, aber die Fahrerinnen entscheiden, das es jetzt nach Hause geht. Gott sei Dank bin ich mein eigener Fahrer - also ab ins Partyzelt...

Wow es ist erst 21.30 Uhr und Dagoba fängt erst um 23.00 Uhr an. Davor kommt noch Bury My oder Me Deep. Nach Fünf Minuten is mir das zu schnöd und ich knack ein bisschen ein.

Kurz vor Elf wache ich wieder auf, als mein persönlicher Drummer-Gott Franky Costanza auf der Bühne steht und soundcheckt.

rein ins getümmel und die Band beginnt:

 

 Und ab dem Moment soll mich mal wieder eine Stunde lang nichts halten...

 

Gegen 00.30 am Sonntag Morgen erreiche ich dann erschöpft aber glücklich mein Auto und mache mich auf den Weg, um noch ein paar Freunde zu besuchen.

Die nächsten anderthalbtage verbringe ich hauptsächlich im schlaf und mach nur kurz Pause um 2 Toasts und ein Spaghetti-Eis zu essen =)

ABER DAS JAHR IST NOCH LANGE NICHT VORBEI!!!!!!!!! *IRRESTARR*

 Coming up Next - The Fall of Troy oder ähnliches ...

 

Ach und ehe ichs vergesse:

18.8.09 06:31


Frauenkeilereien

Frauenkeilereien



Guten Morgen! Noch bin ich wach und hab ein wenig Muse, weshalb ich noch schnell nen Blog runterratter, damit der ein oder andere vielleicht mal wieder was zum Schmunzeln hat.

Dem heutigen Abend ward lange entgegengefiebert und doch bestand die ganze Zeit Sorge, ob ich denn überhaupt Zeit hab. Wer mich privat kennt, mag und gern was mit mir unternimmt, hasst meine Berufswahl, die mich immer bis kurz vor Schluß im dunkeln tappen lässt, ob ich zusagen kann oder nicht.

Und bevor ich anfange vom heutigen Abend zu berichten, heul ich mich kurz nochmal darüber aus, dass ich seit April erfolglos versuche für das kommende Wochenende frei zu bekommen, um mit ein paar Freunden aufs With Full Force Festival zu fahren. *insTaschentuchschnief*

Ich klammer mich ja noch an das letzte Fünkchen Hoffnung, dass eventuell bis Donnerstag Abend keine Arbeit fürs Wochenende ansteht und mein Chef mich fahren lässt. Mein Chef weiß noch nichts von dieser genialen Idee. Ich habs mal angedeutet, aber ob das richtig rüberkam, weiß ich nicht.

Wenn ich so darüber nachdenke, muss ich mir unweigerlich sein Gesicht vorstellen, wenn ich ihm das nochmal erläutere. Ein kurzes O.O, dann ein :> und danach ein ...-.- und dann geh ich wohl aus seinem Büro raus und zwar so --> ;O



Kommen wir zum heutigen Abend. Seit Wochen planen Sarah (alias Susan alias das Schaf) und ihr Freund Micha mit mir aufs Rollerderby nach Stuttgart zu gehen. Für die Leute auf deren Stirn sich jetzt ein Fragezeichen bildet: schaut doch einfach mal auf www.rollergirlz.de und werdet Fans. Wie leider so oft war nicht klar, ob ich rechtzeitig von der Arbeit heimkomme. Doch man höre und staune: die Arbeit war um 17 Uhr getan und so konnte ich den kleinen Mann mit Krücken (auch Patrick genannt) anrufen und zur Aufbruchbereitschaft auffordern.

Bis der mit seiner zeitweiligen Invalidität zum Abmarsch bereit ist, konnte ich noch in Ruhe tanken und eine Bank ausrauben. In dieser Reihenfolge. Falls ihr auch einmal Freunde mit gebrochenen Haxen habt: An der Tanke gibt es so tolle blaue Schilder. Wenn ihr die geschickt an der Frontscheibe platziert, habt ihr beim Abholen was zu Kichern.

(Einwurf: Ich mag gute Coversongs, besonders beim Blog schreiben. Es läuft Mnemic – Wild Boys)

Auf der Fahrt nach Stuttgart wurden wiedermal alte Feindschaften mit rivalisierenden Personengruppen aufgepeppt. Was müssen die auch hier rumfahren, wenn ich mal zwecks Kulturveranstaltung in die Landeshauptstadt will?

Das Event fand im sog. SpOrt Stuttgart direkt neben dem Daimler-Stadion statt, welches wir gegen 19 Uhr erreichten. Wer kommt eigentlich immer auf solch dumme Namen? Bitte bei mir melden und Hilfe abholen...

Määääääh... ich meine Sarah und Micha waren schon vor Ort und haben Karten für uns abgestaubt und ab gings in die recht stickige Halle. In Gebäuden dieser Art findet man immer wieder Schilder über die Auszeichnung des Architekten für ein solch meisterhaftes Bauwerk. Fenster, Frischluftzufuhr und sonstiger neumodischer Schnick-Schnack scheinen bei der Bewertung allerdings keine Rolle zu spielen. Seis drumm, ich wusste nur aus Erzählungen, was mich bei einem Rollerderby erwartet: Ein bunter Haufen alltagsgeplagter Frauen in Hot-Pants, Miniröcken und mit Rollschuhen an den Füßen rennt um die Wette im Kreis. Zwei Teams und viel gegenseitiges Gekloppe. Alles möglichst blutig und brutal. Wie schon im Ring-Blog erwähnt, finde ich solch sinnlose Gewalt ja abstoßend, aber was macht man nicht alles für seine Freunde.

Die Damen der Stuttgart Valley Rollergirlz und Barockcity Ludwigsburg Rollerderby betreten die Arena und werden mit feurigem Applaus empfangen. Die Moderatoren versuchen in wenigen einfachen Schritten, dass Regelwerk zu erklären, während die Spielerinnen die jeweils erklärte Regel choreographisch ähnlich einer Stewardess bei den Sicherheitswarnungen im Flugzeug darstellen. Hierbei vergessen sie leider, dass nicht nur Schwaben anwesend sind und dass jene, welche diese Mundart nicht verstehen, noch dazu schwerhörig sind. Auf deutsch: die Boxen waren a bisserl leise. Auf der Afterparty wurde mir von einem der Rollergirlz stolz erklärt, dass diese Spielanleitung 30 Seiten umfasst. Und keins der Girls kennt die Regeln so genau. Das ist mir persönlich aber auch nicht wirklich wichtig, denn mir geht’s nur drum, die Damen dabei zu beobachten, wie sie sich durch die Halle werfen. Natürlich nur zu Fortbildungszwecken und Weiterführung meiner Studien im Bereich „Verhalten des anderen Geschlechts in außergewöhnlichen Situationen“. Um mein armes kleines Gehirn zu entlasten, mach ich das eine oder andere Video, was mir weitere Notizen erspart. Das hat den positiven Nebeneffekt, dass ich über Material verfüge, um all die Sensationshungrigen abzufertigen, die mich nach meinem Wochenende fragen.

Und wieder ein kleiner Tipp am Rande: Wenn ihr mal aufs Rollerderby geht, setzt euch unbedingt in eine der Spielfeldkurven in den „ab 18“-Bereich. Dieser befindet sich direkt am Spielfeldrand und die Chance, dass euch eines der knapp bekleideten Mädels in den Schoß fällt, ist nicht gerade gering. Ich persönlich habe mich selbstverständlich während des gesamten Spieles außerhalb dieses Bereiches aufgehalten, um mir ein besseres Gesamtbild zu verschaffen!

Nach Ende des Spiels, welche die Stuttgarter Damen zweihundertundvieroderfünf zu paarundzwanzig für sich entschieden, ging es zu besagter Afterparty in „Szenelokal“ Zwölfzehn. Hier machte sich bemerkbar, dass ich schon am Freitag abend etwas länger wach war und am frühen Morgen aufstehen musste, um den halben Tag zu arbeiten. Gegen Mitternacht tauchten dann auch Domme und Bine auf. Eigentlich hatten wir geplant uns vor Spielbeginn zu treffen, aber Domme berichtete von einzigartigem Schuhwerk, welches er zunächst auf „Ingo-bash-Tauglichkeit“ prüfen musste. Und so etwas dauert nun einmal seine Zeit.

Nur zur Übung, nicht zur Strafe mussten uns die beiden mit Döner versorgen.

Gegen 1.00 Uhr entschied ich mich dann aber doch für den Heimweg, da ich den kleinen Mann mit Krücken noch ins Bett bringen und mich selbst und Tiny the Tourbus auch noch heil bis nach Hause führen musste.

Gute Nacht und bis zum nächsten Blog. =)

 

 

28.6.09 05:04


Mein Rock am Ring 2009 - Teil 1

OK. 10 Stunden geschlafen, nachdem wir heute Nacht zurück gefahren sind. Jetzt erstmal hinsetzen und alles in Ruhe Revue passieren lassen.

Es gibt eine Menge zu erzählen und meine nunmehr dritte Ringfahrt war eine Besondere, Seltsame im Bezug auf das Festival, die Konzerte, das Publikum und im Vergleich zu allen Festivals, auf denen ich bisher war.

Seit 3 Jahren geh ich mit den selben Leuten da hin und so haben wir uns auch dieses Jahr im Vorfeld versammelt, gegrillt, getrunken und beraten. Naja an sich handelte es sich bei "beraten" nur um das Beschließen wann und wo wir uns treffen. Das war schnell entschieden und so konnten wir uns wieder dem Sammeln, Grillen und Trinken widmen oder sonstigen Freizeitaktivitäten die dann zu Beinbrüchen führten. Ja Motorradfahren ist gefährlich, lasst euch das gesagt sein!

Die 1,5 Wochen zwischen diesem "Vorgrillen" und der Ringanfahrt waren dann geprägt von Vorfreude, Arbeiten und Vorbereitung bis endlich der Dienstag da war, in dessen Folgenacht es losgehen sollte...

 

Und hier sind wir. Es ist Dienstag, der 2. Juni 09, 20.00 Uhr.

 

Ok. Checkliste zur Hand und ja nix vergessen!

  • Einkauf von Fressalien und legalen Drogen - erledigt 250 € zu dritt, fast 400, wenn man die Zigaretten mitrechnet o.0

  • Auto aufgetankt und gewartet

  • Anhänger repariert (mehr oder weniger, aber das ist eine andere Geschichte)

  • Klamotten, Biergarnitur, alter Bürostuhl (= Thron, Chefsessel), Super Soaker!, Schlafsack, LuMa und Sonstiges was man zum Überleben braucht

Wo bleiben denn die anderen? Ach die kommen ja erst gegen 23 Uhr. Warum auch früher, wenn wir uns mit der Heilbronner Clique erst um 3 am Rasthof treffen? Wah! Hummeln im Hintern! Will endlich los.

 

00.30 Uhr - Mittwoch 3. Juni 09

 

Die Karlsruher Clique sitzt versammelt bei mir zu Hause.

Verfasser: „Leute also rumsitzen und fast platzen können wir auch am Rasthof. Lass ma losfahren“

Freunde des Verfasser: „Ja!“ „Juhu!“ „Auf gehts!“ „Wie unnötig. Gut das machen wir!“ „Äh... wir müssen noch bei meinen Eltern vorbei. Ich hab was vergessen“

Alle: „-.-“

 

01.30 Uhr- Ankunft am Rastplatz

 

„HUNGER!“ „Igitt, kuck ma hier gibt’s Kakerlaken – geh ma lieber draußen auf die Liegestühle und ernähren uns von nem Radler“

„Ja!“ „Juhu!“ „Auf gehts!“

Liegestühle erfolgreich eingenommen. Kai anrufen.

„Alter wo bleibt ihr, wir sind am Rastplatz.“

Kai: (glaubt verpennt zu haben) „WAH! Wie spät ist es? Ich komme! ... Halt mal. Ey es ist halb 2...“

 

05.00 Uhr – Ankunft am Ring

 

Laut Homepage des Veranstalters öffnen die Campingplätze 12.00 Uhr... Dabei würde allerdings ein solches Verkehrschaos entstehen, dass die sich scheinbar nie daran halten. Also das Chaos irgendwie organisieren, die Fahrer auf die Autos setzen und bereit machen den Parkplatz zu bevölkern und den Rest mit einem gefüllten Anhänger in Richtung Campingplatzwarteschlange schicken, um Plätze zu sichern und den Aufbau zu starten, schließlich wollen wir, wie jedes Jahr, auf Campingplatz D7.


07.00 Uhr bis Nachmittag – Aufbau


Ich glaube wir haben den Anhänger ca. 10 mal befüllt und vom Parkplatz bis zum Campingplatz und zurück geschoben, aber solange man zwischendurch immer wieder tankt, wars auszuhalten und außerdem haben wir hierbei eine Karte auf dem Boden gefunden, sodass wir den Lutz anrufen und zum sofortigen Fahrtantritt auffordern konnten. Gegen Mittag war er dann da und nahm dankbar unser Fundstück entgegen.

Als dann endlich alles stand, galt es nur noch eine Restfläche für unsere Nachzügler zu verteidigen, während die Party beginnen konnte. Der Pegel stieg im Minutentakt und irgendwann machte ich mich mit Kai, Cain und Lutz auf den Weg zur Düsseldorfer Clique auf D2. Man kann das als Fehler bezeichnen, aber dort habe ich mich schon letztes Jahr mit dem Dave getroffen und es wurde ein feucht-fröhlicher Abend. So auch an diesem Nachmittag. Dieses Meeting führte dazu, dass ich mit blauen Flecken übersäht gegen 20.00 Uhr totmüde und leicht angetrunken in das extra für mich von Micha aufgestellte Zelt fiel und bis zum nächsten Mittag schlief.


Donnerstag, 04. Juni 09 – Uhrzeiten spielen keine Rolle mehr


Nun galt es diesen Brückentag sinnvoll zu nutzen, denn die Konzerte fangen ja erst Freitag Nachmittag an.


Acht von uns (inklusive meiner einer) haben sich dann mit 7 Campingstühlen, dem einen tollen, ollen, dreh- und fahrbaren Bürostuhl und ein paar Bier auf die oben genannte Strecke zwischen Park- und Campingplätzen gemacht, um die Neuankömmlinge in Augenschein zu nehmen. Nun geht einem das Bier immer so schnell zur Neige und der Weg zu D7 erscheint unendlich lang, darum stelle man einfach ein 2 Meter großes, langhaariges, schwarz-gekleidetes Ungetüm auf die Straße, um die Leute anzuschnorren, die sowieso gerade palettenweise Bölkstoff ankarren und bereitwillig abgeben. Das hat ja auch seine Vorteile, schließlich muss man so weniger tragen.


Des Weiteren lernt man unglaublich effektiv Leute kennen, in dem man ihnen einfach einen Namen (Vorzugsweise Jessica bei Frauen und Tom bei Männern) gibt.


So sitz ich da in meinem schwarzen Stühlchen und schau mir angeschwippst die Leute an, als sich plötzlich in einem Hechtsprung gezielt jemand auf mich in meinen Stuhl stürzt.


„Joooooooooooooooooooooooooooo!“


„Vereeenaaaa :D!“


So gab es das erste ungeplante Wiedersehen in diesem Jahr und es sollten noch viele folgen.


Im weiteren Verlauf dieser Straßensession, schob irgendein Emo meinen Stuhl mit mir darin in Richtung Pommesbude und zerstörte hierbei drei Rollen, was jedoch nur eine leichte Invalidität des Stuhls hervorrief. Zwei Rollen waren ja noch dran und damit geht’s zur Not auch noch.


Aus irgend einem mir völlig unbekannten Grund, ist der Rest des Tages meinem Gedächtnis entschwunden, ich weiß nur noch, dass wir am Abend alle versammelt (Die Karlsruher, die Heilbronner, die Düsseldorfer und Steve der amerikanische Austauschsoldat und Cousin von Cain) eine Party mit Musik von Rage against the Machine, System of a Down, Machine Head usw. unter unseren 3 Pavillons feierten, die bis in die späten Nachtstunden anhielt.


Alles was ab Freitag passiert ist, gibt es dann in Teil 2.

 

 

 

8.6.09 19:30


Mein Rock am Ring 2009 - Teil 2

Wenn das jetzt nicht gut wird, sind Susan und Ina Schuld!



Kommen wir zu Teil 2 meiner Rock am Ring Erinnerung. Also gut. Hier sind wir. Es ist Freitag, der 5. Juni 2009 und ich wache mehr oder weniger entspannt in meinem Palast von einem Zelt auf. (nochmal Dank an Micha für die Spende eines Daches an mich ;D)

Raus ausm Zelt und erstmal frühstücken. Was gibt es heute? Oh die Nürnberger sehen noch gut aus, die Knobisoße auch – Auf gehts. Gott sei dank, gibt es Menschen aus Heilbronn, die Trockeneis am Start haben!

Erstma nochma den Plan rauskramen. Wo gehts heute eigentlich hin?

Ist das zu fassen?

Nur die Alterna markiert... Wie kann man solche Legenden auf die Alterna verbannen?

Spielplan Rock am Ring - Freitag, 05. Juni 2009

CENTERSTAGE

SUZUKI ALTERNASTAGE

Coca-Cola Soundwave Tent

The Killers

23:00-0:30

Korn

1:45-3:00

Polarkreis 18

0:55-2:00

Placebo

20:50-22:20

Marilyn Manson

23:50-1:05

Basement Jaxx

23:45-0:45

Razorlight

19:10-20:10

Killswitch Engage

22:20-23:10

2raumwohnung

22:45-23:35

Selig

17:45-18:40

Staind

21:10-21:55

Milow

21:55-22:35

Juliette Lewis

16:35-17:20

Papa Roach

20:05-20:45

Hockey

21:05-21:45

Scouting For Girls

15:45-16:15

Enter Shikari

19:00-19:40

Esser

20:15-20:55

Expatriate

15:00-15:25

Shinedown

17:55-18:35

Kitty, Daisy & Lewis

19:25-20:05

 

 

Dragonforce

17:00-17:35

Martin & James

18:40-19:15

 

 

Hardcore Superstar

16:10-16:40

Animal Kingdom

18:00-18:30

 

 

Wirtz

15:25-15:50

Chester French

17:25-17:50

 

 

Exposed To Noise

14:40-15:05

Eisblume

16:50-17:15

 

 

 

 

Silvester

16:20-16:45

 

 

 

 

Ich Bin Bunt

15:55-16:15

 

 

 

 

Heavy Ride

15:30-15:50



Ok – wenigstens passen die Bands und Bühnen zusammen – sprich: ich muss mir nicht Selig vor Korn geben. Das will ich mir nichtmal in meiner Phantasie ausmalen müssen...

Aber wie jedes Jahr müssen wir erstmal Shopping-Tour vor den Konzerten machen. Ich brauch was für Anna und was für Cliffs kleinen Jungen.... Aber so richtig Bock hab ich nicht. Bin noch verkatert von gestern ;O...

Also mal an allem vorbei geschlappt. Ich brauch noch ne vollverspiegelte Porno- oder auch Pilotenbrille. Aber 10,- €? Ne, niemals! Es ist Freitag und die geht auf jeden noch kaputt. Es ist 16.00 Uhr, was machen wir jetzt noch so lang?

Es gibt echt Idioten, die spielen auf einer kleinen Bühne Guitar Hero und lassen sich dabei vom gelangweilten Publikum bestehend aus 20-50 Personen auslachen.

Alles grübelt.... “GUITAR HERO!” - “Ja!“ „Juhu!“ „Auf gehts!“

Also rauf auf die Bühne. Was performen wir? Korn? Tool? Korn? Nagut, Tool? Das hat unsere Ersatzbassistin noch nicht oft gespielt. Korn. Ach was, hopp die packt au Tool. Vicarious is machbar.

Hey, wir haben eine Bassistin (Bine), nen Gitarrenhelden (Danny K.) und nen Drummer (Jordan). (Unsere eigentliche Bassistin und Sängerin Susan M., die hier fleißig Kommentare spammt, weigert sich vor so kleinem Publikum zu spielen. Das hat nichts mit Arroganz zu tun, sie wird nur immer nervös, wenn sie die Gesichter der Zuschauer erkennen kann und verkriecht sich dann in Embrionalhaltung hinterm Drumset. Beim letzten Mal hat es 2 Stunden gedauert und wir mussten das Licht auf der Center ausschalten, damit sie auftritt...)

Aber da fehlt noch ein(e) Sänger(in). Dannys Stimme is aus irgendeinem Grund in den letzten Tagen etwas unanhörbar geworden... Hey da steht ein freiwilliger auf der Bühne, nehmen wir den. So schlimm kanns nicht werden.

Das Lied beginnt. 3 Leute rocken das Haus. Bis der Gesang einsetzt. Mein Auge zuckt nervös in Richtung Sänger. 1/3 des Liedes geschafft, aber was soll das Publikum von uns denken? Centersttage in halber Besetzung und dann sowas?

Oh je, das wars. Die ersten Tomaten fliegen und mit hängendem Kopf verlassen wir die Arena. Das geht besser! “KAI! Morgen musch du mit uns Guitar Hero spielen. Du singst.” - “Ah ok.”

(Leider kam es nie dazu. Das proben wir dafür jetzt bei uns im Wohnzimmer vor. Hier schomal der Text Kai, damit du dich aufwärmen kannst:

Boom na da mmm dum na ema
Da boom na da mmm dum na ema
Da boom na da mmm dum na ema
Da boom na da mmm dum na ema
Da boom na da mmm dum na ema
Da boom na da mmm dum na ema
Da boom na da mmm dum na ema
Da boom na da mmm dum na ema
Da boom na da mmm dum na ema
Da boom na da mmm dum na ema
Da boom na da mmm dum na ema
Da boom na da mmm dum na ema GO!)



Also gut jetzt aber ran an die Alterna.

(nach Shinedown)

Ok das war jetzt weniger als ich erwartet habe, aber ein angenehmer Einstieg. Da hat Youtube mir wohl zu viel versprochen... What´s next? Ah ja, Enter Shikari. Ja gut, die hab ich ja schon auf der With Full Force DVD 07 gesehen. Und die Lieder kenn ich au. Mal sehen, wie die U18-Ringkids zu sowas abgehen.

(Enter Shikari rum)

Ja gut äh. Enter Shikari war so wie erwartet. Die Kids auch. Kommentare verkneif ich mir jetzt. Es war OhKeh. =) Das einzige was mir die Sicht trübt ist der Staub, den man neuerdings auf der Alterna beim “tanzen” aufwirbelt. Die Reaktionen der anderen ließen darauf schließen (Wuhu ein Rhyme), dass ich aussah wie Gandalf der Graue.



Geh ich mir mal mit Daniel was zu trinken holen. Ein bisschen Wasser.

Daniel: “geil, gleich kommt Papa Roach.”

Verfasser: “Oar ne. Das letzte mal kam er raus und ich dachte da steht Tokio Hotel um 20 Jahre gealtert.”

(Papa Roach beginnt)

Daniel: “Du hast recht. Er sieht schwul aus.” (Sry, Bill.)



Endlich. Jetzt gehts los. Staind! Seit Jahren bin ich Staind-Fan. Das ganze hab ich mir mit den Anderen von der linken Seite aus angesehen. Der Sound war angenehm und man hat sich beim singen nur bedingt selber gehört. Die Performance war so, wie es sich für ne anständige Band gehört. Auf die Bühne gekommen. Die Lieder spitze, fehlerfrei und hörenswert gespielt und Platz gemacht für die nächste Band. So ist das halt auf Festivals...

Mit Staind verbinde ich viele meiner Erinnerungen. Aber ich habs erstaunlich gut verkraftet. War wohl zu sehr mit mitsingen beschäftigt als das ich groß über alles hätte nachdenken können.



Kommen wir zu Killswich Engage. Haben mir beim letzten Mal schon gut gefallen. Nur stand der Sänger das halbe Konzert lang kopfschüttelnd auf der Bühne und war scheinüberwältigt von der abgehenden Menge. Diesmal wars besser. Sie fangen mit “A Bid Farewell” an. Schon bei dem Song zeigt sich, das KSE eine LIVE-Band ist. Die Songs klingen auf den Alben gut, aber haben Live soviel mehr Power. Keine 30 Sekunden rum und ich sprinte zum nächstbesten Pit. 10 Mann nur, aber was solls – keine Lust mich jetzt direkt vor die Bühne zu quetschen.

Auch diese Band geht vorbei und so langsam spüre ich meine Stimmbänder nicht mehr.

NEXT.



(Marilyn Manson)

Hm. Beim letzten mal gabs jede Menge fast-nackte Frauen und eine seltsame schwarz-weiße, singende Figur auf der Bühne.

Diesmal keine Frauen, dafür die Figur, die während jedes Songs den Mikrofonständer 3 mal umkickt. Ein eifriger Rowdy sprintet jedesmal hin und stellt ihn wieder auf. Irgendwann wird der Figur das Spiel langweilig. Also wird pro Song mind. 1 Mikrofon zerdeppert. Und dann passierts. Der Rowdy bringt beim 10 Mal kein neues Mikrofon. Da nimmt die Figur das Mikro vom Gitarristen und flucht dem Rowdy erstmal hinterher. Na bitte, geht doch. Eifrig bringt das Rowdylein ein neues Mikro und das Spiel kann weiter gehen.

Naja Manson halt. Ich find daran nix besonders aufregend und kann bei 2-3 Liedern mim Kopf mitnicken und bissl vor mich hinsummen =).

NEXT.



(KoRn)

Es ist nunmehr Samstag 01:45 Uhr und Monkey, Jonathan und die anderen betreten die Bühne mit der Hintergrundmusik eines schummrigen Kirchenchors. Die Nebelmaschiene funktioniert einwandfrei. Der Drummer legt los. “Right Now” ist der erste Streich und viele weiter Folgen sogleich (Oha war der schlecht...) Das Lied dafür umso besser! Genau wie das ganze Konzert. Jonathan war unglaublich fit. Keine Spielereien mehr mit dem Sauerstoffgerät (ob nun nötig oder nicht), er feiert einfach nur mit der gesamten Crowd seien Auftritt. Und ihrem jahrelangen Fans zum Dank werden jede Menge alte Songs performt. Nach “Right Now” folgt der nahtlose Überganz zu “chi” und später bei “Blind” flippt wie gewohnt die komplette Menge aus. Ein paar “neuere” müssen natürlich auch dabei sein. Dafür sorgen eben genanntes “Right Now”, “Ya´ll wanna Single” und “Here to Stay”. Um kurz nach 3 bedankt sich Jonathan nach 2 Liedern Zugabe und will noch ein Lied raushauen. Doch da spielt der Veranstalter dank Behördendruck wohl nicht mit und stellt kurzer Hand den Strom zu den großen Boxen ab. (Obs so war weiß ich nicht, jedenfalls war der Sound aus) und die Band ging enttäuscht aber sichtbar glücklich von der Bühne. Mein 4. und gleichzeitig bisher bestes Konzert mit Jonathan Davis.

Jetzt aber schnell ins Bett. Es wird gleich wieder hell. =)



11.6.09 00:13


Mein Rock am Ring 2009 - Teil 3

Teil 3



Aufwachen und nen Blick auf den Spielplan werfen:



Spielplan Rock am Ring - Samstag, 06. Juni 2009

CENTERSTAGE

SUZUKI ALTERNASTAGE

Coca-Cola Soundwave Tent

Slipknot

22:30-0:15

Mando Diao

0:50-2:00

Dredg

2:10-3:15

The Prodigy

20:35-21:50

Jan Delay & Disko No. 1

23:10-0:20

And You Will Know Us By The Trail Of Dead

1:10-2:00

Machine Head

19:05-20:05

Bloc Party

21:40-22:40

The Gaslight Anthem

0:10-1:00

Volbeat

17:45-18:40

Reamonn

20:15-21:10

Biffy Clyro

23:15-0:00

Flogging Molly

16:35-17:20

Madness

18:55-19:50

Alexisonfire

22:25-23:05

Trivium

15:35-16:15

Phoenix

17:45-18:30

Duff McKagan's Loaded

21:35-22:15

Sevendust

14:45-15:15

The Script

16:40-17:20

The Soundtrack Of Our Lives (OEOC)

20:50-21:25

 

 

White Lies

15:45-16:20

A Day To Remember

20:10-20:40

 

 

Sugarplum Fairy

15:00-15:25

Madina Lake

19:35-20:05

 

 

VV Brown

14:20-14:45

YouMeAtSix

19:05-19:30

 

 

The Intersphere

13:45-14:05

The Painters

18:35-19:00

 

 

 

 

Coke Programm

13:00-18:30



Ah ja. Heute bleiben wir auf der Center und machen in der Nacht einen kleinen Abstecher ins Zelt um endlich Dredg mal live zu sehen.

*krabbelt aus dem Zelt*

Wasn das? Ääääääh es reeeegnet... und voll kalt... iiiiiiiiiiiiieh. Egal. Was wäre Ring ohne nen Tag Regen? (Aber so schweinekalt wars mir dabei bisher noch nie ;O) Und bekanntlich gibt es ja kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung. Nur Schade, dass ich keine Regenkleidung mitgenommen hab. Hm... Shopping Time! Jetzt hab ich auch Bock drauf.

“Will noch wer Sevendust sehen?” - “Wersn das?” “Hmmmm, neeee....”

“Hey Steve, you wanna see Sevendust?” - “Of Course, dood!!!”

Na wenigstens einer. Ey man es kübelt wie aus Eimern und ich hab nur nen Pulli an.



Sevendust – Zone A

Also hoch aufs Gelände und erstmal am T-Mobile-Stand ein Gratisregenkondom überwerfen. Wer hätte es gedacht, die Dinger können garnix. Nach 30 Minuten und ein bisschen Pit bei Sevendust ist meine Hose so nass, als hätte ich sonst nix an. Der Pulli unterm rosa T-Mobile-Kondom übrigens auch.... So gehts nicht weiter.

Der ach so harte Steve hat im Pit eins auf die Lippe bekommen und blutet grinsend, als würde er ne schwarze Messe feiern.



Trivium – Zone B

Nach 5 Minuten Trivium brauch ich was gescheites zum anziehen, sonst frier ich mir noch was ab, was ich vielleicht nochmal irgendwann brauche. Außerdem weint Steve jetzt doch rum, weil er müde und ihm kalt ist.

Also ab die Stände abgrasen. Nach wenigen Metern findet sich auch schon was Passendes. Ein super schwarzer Windbreaker. Von Außen hälts trocken und von innen warm, genau das Richtige. Aber weil selbst das diesen Wassermassen nicht standhalten wird, brauch ich noch einen gescheiten elbischen Tarnumhang, damit der Regen mich nicht sieht.

Beides zusammen runtergehandelt auf 40,- €. Ja im Herzen bin ich halt doch ein orientalischer Preisdrücker.

Hm jetzt hamm wir Trivium verpasst, aber das macht auch nichts, die haben mich eh nicht so gereizt. Der Windbreaker macht schön warm und das grüne Tarncape funktioniert!

Floggin Molly – Zone B

Dann schaun wir uns doch mal Flogging Molly an: Wie zu erwarten tanzwütiger Irish Folk. Wenn ich jetzt mit den Leuten mittanze, schwitz ich mir den Arsch ab. Außerdem regnets ja no........ Ey was das denn? Toll. Hat aufgehört. Na dann ziehen wirs halt aus. Der Rest der Truppe hat sich inzwischen in Zone A eingefunden. Die wollen Volbeat genauso wenig verpassen wie ich. Steve mag nicht mit in Zone A. Steve weint lieber ein bisschen still vor sich hin. Hoffentlich hat er niemanden greifbar, der ihm das Zeug hier übersetzt.

Volbeat – Zone A

Nach 2 Liedern die anderen gefunden und freudig begrüßt. Daraufhin ruft Michael Poulsen, der Sänger der dänischen Truppe “SILENCE!” .... “I Kill You”. Da surft wohl noch jemand zu viel im Internet. Mit dieser Homage an Achmed, den guten alten und toten Terroristen wird erstmal eine Reihe von Volbeat-Krachern eingeleitet. Hach ja ich mag Volbeat. Wer auf “Elvis-Metal” dieser Art steht, sollte sich auch mal Life of Agony reinziehen. Ist ein bisschen härter, aber im Grunde sehr ähnlich.

Machine Head – Zone A

Beim letzten mal hab ich mir die Jungs auf der Alterna reingezogen und war direkt in der Mitte vor der Bühne. Im Auge des Sturms sozusagen. Ein Sturm ists diesmal für mich nicht, weil wir ganz rechts außen stehen und der Sound miserabel ist. Man versteht nicht, was er singt und das machts nur halb so gut =(. Zum Vorkämpfen in die Mitte bin ich zu müde und zu unmotivert *weint still ein bisschen vor sich hin*

The Prodigy – Zone A

Die Damen unserer Truppe fangen schon vor dem Konzert an zu kreischen wie 14-Jährige bei Tokio Hotel. *duck*

Naja ich mag Prodigy ja auch, aber auf der Center, bei Rock am Ring, direkt vorm Headliner???? Egal was solls. Ach da kommen ja die Herren der Schöpfung. Die 2 “Sänger” kennt man ja vielleicht aus den Videos. Der Weiße Sänger Keith Flint hüpft wie auf XTC vom linken Ende der Bühne zum Rechten. Naja, schließlich handelt es sich ja um Drum´n Base oder so und da muss das wohl so sein. Der Blick in seinem Gesicht bestätigt die These. Ungefähr so:

Ja, das gesamten Konzert lang. Ja, auch wenn er lächelt.

Der Schwarze (Ich hab ihn während des Konzerts liebevoll “Kreischer” getauft) quiekt pro Lied circa fünf mal aufgeregt irgendetwas ins Mikro. DAS gepaart mit der Musik stachelt unsere Damen nur noch mehr an und sie beginnen brutalst zu pogen. Da ich Gewaltätigkeiten dieser Art völlig ablehne, stelle ich mich zur Entspannung und um die Menge besser im Blick zu haben an den Äußersten Bereich und lehne mich an den Zaun. Hierbei muss ich ein wenig traurig feststellen, dass ich die Rock-am-Ring-Besucher bisher an diesem Wochenende bei keinem Konzert so hab abgehen sehen. Ich glaube ich werde alt und schaff es nicht mit der Zeit zu gehen o.o. Egal mir gefällt das Spektakel ja.

Slipknot – Zone C

Irgendwann ist auch The Prodigy vorbei und wir beschließen größtenteils erstmal was zu futtern zu besorgen. Das gibts nur außerhalb der Zonen A und B und so machen wir uns auf den Weg. Aus der Zone C heraus beobachte ich dann auch eine zeitlang Slipknot. Corey mit neuer Maske. Viele alte Lieder. Gefällt mir gut und ich treffe unsere Zeltplatznachbarn und unterhalte mich ein wenig. Hierbei erfahre ich einige unglaublich wichtige Fakten über die Entstehung der Band und lausche entspannt dem doch sehr leisen Sound, wenn man bedenkt, dass wir nur ca. 150 m von der Bühne entfernt stehen. (Naja vielleicht ist auch meine Gabe zur Einschätzung der Entferung ein wenig getrübt ob der letzten Tage, aber uns ist auch später öfter aufgefallen, dass der Sound ein bisschen weiter hinten viel zu leise war)



Wen jetzt das ganzen Zonengequatsche verwirrt hat, dem sei gesagt, dass es sich hierbei nicht um das nostalgische Geplapper eines Wossis handelt, der ich nunmal bin. Nein es rührt daher, dass sich die Veranstalter von RaR für dieses Jahr ein ganz besonderes Schmankerl ausgedacht haben. So erreicht man die sog. Zonen A und B direkt vor der Bühne nur über die Boxengasse, von der aus man wiederrum nichts von der Bühne mitkriegt. Also lohnt sich der Gang nur, wenn man sicher ist, nicht anstehen zu müssen. Im Vergleich zum letzten Jahr ist immerhin besser, dass es scheinbar weniger Massenpanik auf Grund von Zerquetschungsängsten an den Eingängen zu den vorderen Bereichen gibt. Außerdem gibt es jetzt Klos und Getränkestände da vorne. Man ist also nicht mehr gezwungen sich ein Bier bei den wandelnden Fässern zu kaufen oder eine total verratzte Tetra-pappe aufzuheben und sich in der Hoffnung, das sich die Securities erbarmen etwas Wasser herbeizuschaffen, an die Wellenbrecher quetschen.

Herrgott, da lob ich mir doch Festivals, bei denen es genau einen Wellenbrecher gibt. Wer vorne rein will, drückt sich halt irgendwie durch. Wer nicht will, schaut sich das spektakel halt 50 Meter weiter hinten an. Bei der Alternastage funktioniert das doch auch...

Außerdem gibts in Zone A keinen Ausgang auf der linken Seite. Wenn du während eines Konzerts also raus willst, hilft nur das verbotene aber spaßige Crowdsurfen, bei dem du dann vielleicht deine Kohle oder auch dein Bändchen verlierst (Soll beim Southside schon vorgekommen sein, dass sie dir das Bändchen abschneiden, weil Crowdsurfen ja böse und verboten ist.) Oder du fasst dir ein Herz und quetscht dich 10 Minuten lang durch die Masse bis zum Ausgang auf der rechten Seite.



Dredg - Soundwave-Tent

Genug des Zonengeplänkels. Schließlich gibts ja noch das Soundwave-Zelt, wo sich heute Dredg tummeln und es keine Zonen gibt. Stattdessen direkt nebeneinander zwei Bühnen, um einen schnelleren Ablauf zu gewähren. Zunächst gilt es noch die Zeit mit “The Gaslight Anthem” und “You will know us weil unser Name viel zu lang ist aber wir zwei Drummer haben und deshalb gut sind by the Trail of Death” rumzubringen. Das schöne im Zelt ist: Hier ist es warm und man kann es sich auf dem ein klein wenig verkeimten Fußboden bequem machen und ein bisschen pennen. Wenn man lang genug auf Konzerte geht, gewöhnt man sich auch dran ein bisschen bei dem Krach zu knacken. Hier ein Tipp: ein Rucksack mit feuchtem Pullover darin, stellt ein prima Kopfkissen dar und sollte immer mitgeführt werden!

Da ist ja auch der Phil! Unser lieber Freund und DJ im ein oder anderen Club, den ich gern besuche. Und wen trifft man noch? Den Artur und den Mario :D. Mensch jetzt is aber was los. Genau die richtigen Leute um Dredg ordentlich zu genießen. Mario erzählt mir dann noch, dass er nächste Woche Dredg nochmal live sieht. In Aschaffenburg. Ne, also das mir dann doch zu weit, wegen einem Konzert. Mittlerweile bin ich aber fast so weit die beiden zum Area 4 Festival zu begleiten. Mal sschaun was drauß wird und wenn, dann gibts hier auch wieder nen Bericht davon :>.

Ach ja eh ichs vergess: Dredg spielt ja. =)

4 Jungs. Progressive Sounds. Und für mich wahre Musikkunst.

Angefangen damit, dass der Drummer da im Hintergrund im 210°-Winkel in einem Tempo rumdrischt, dass eher an eine Deathmetal-Band erinnert und dabei trotzdem ins klangliche Bild passt. Dräschen ist dabei auch fast das falsche Wort. Er ist schnell und weiß seine Kraft punktgenau einzusetzen. Pro Lied verbraucht er trotzdem mindestens einen Stick, der dann den dankbaren Fans entgegen geschleudert wird oder irgendwo hinter der Bühne landet.

Weiter gehts mit dem Bassisten, der zusätzlich Keyboarded und in Bruchteilen von Sekunden zwischen beiden Instrumenten hin und her greift und dabei zusätzlich Klänge per Voicesynthesizer erstellt.

Nicht zu vergessen der Gitarrist, der technisch, von meinem amateurhaften Blickwinkel aus, einiges zu bieten hat.

Und zu guter Letzt der Sänger, welcher mich mit seiner etwas außergewöhnlichen Stimme zu verzaubern weiß, zwischenzeitlich auch mal die Gitarre schwingt oder die Slideguiar, die bei Dredg eine wichtige Rolle spielt, auch mal mit einem Drumstick verwöhnt.

Nach dem Konzert ist es wieder einmal tiefe Nacht. Ich beweg mich allein aus dem Zelt, da alle meine MitSTREITER entweder früher schlapp gemacht haben, zum Unstimmigkeiten ausschnick-schnack-schnucken nach draußen gegangen sind oder schlicht auf einem ganz anderen Campingplatz als ich sind. Hierbei ist es mir verwährt den direkten Weg zu nehmen, denn der wird von Securities versperrt. Warum erschließt sich mir auch nicht, als ich den längeren Weg, der direkt vor der Alterna vorbeiführt, nehme. Denn von hier aus kann ich den Rücken der Securities sehen und könnte sie jetzt in einem Akt der Selbstdarsellung von hinten attackieren. Naja, lassen wir das und gehen lieber zurück auf den Campingplatz.

Ich habe mir eben noch Dredg angesehen und muss das erstmal verdauen, denn die Jungs waren in meinen Augen wirklich herausragend. Trotzdem muss mich jeder mit irgendwelchem belanglosen Zeug vollquasseln. Nach ein paar Minuten quatsch ich noch ein bisschen mit der Sarah über das soeben erlebte und mach mich dann auf in mein Zelt, denn morgen muss noch Teil 4 entstehen.

13.6.09 17:26


Mein Rock am Ring 2009 - Teil 4

Finaler Teil 4



Es ist Sonntag, 3 Uhr am Morgen und ich mache mich von Sarahs Zelt, wo ich noch eine nette Unterhaltung geführt habe, auf den Weg in meines.

Auf den 4 Metern Wegstrecke erblicke ich im Augenwinkel noch ein paar Gestalten, die sich unter unseren Pavillons in den bequemen Campingstühlen tummeln. Ach ja richtig, da war ja noch was. Ich hatte zuvor mit Kai ausgemacht, dass wir es in unserer letzten Nacht am Ring nochmal richtig krachen lassen und uns dann für „nach Dredg“ verabredet.

Also gut. Womit fängt man am besten an, wenn man die Nacht durchfeiern will?

Rööööchdisch, Flying Hirsch!

Und dabei haben wir philosofiert. Über alles Mögliche. Jetzt sitz ich hier am 4. Teil und RaR ist gerade mal 1.5 wochen her und ich kann mich nicht mehr Erinnern über was wir alles tolles gequatsch haben. Kann bitte mal jemand was mit meinem Gedächtnis machen?

Hier die Dinge, an die mich von dieser Nacht her noch erinnern kann:

  • Es wurde langsam hell

  • Gemeinsamer Beschluß alle noch Wachen zu einer gewaltigen D7-Party anzustacheln

  • Aufbruch in Richtung Duschen

  • Sind auf dem Weg bei einem besoffenen, fast schlafenden Typen gelandet, der sehr laut AC/DC angehört hat

  • Haben sein Partyzelt samt Anlage und romantischem Feuer übernommen

  • Haben alle Leute (3-4 insgesamt) angequatsch die vorbei kamen

Das wars so ziemlich. Gegen 8 oder 9 Uhr habe ich dann leicht angetüdelt beschlossen, doch nochmal schlafen zu gehen, angesichts der Tatsache, dass ich in der Nacht von Sonntag auf Montag mein Auto samt Inhalt wieder heil nach Hause zu buxieren hatte. Außerdem gab es ja noch Konzerte an diesem Tag und die fangen für gewöhnlich am frhen Nachmittag an.

Also hier der Blick auf den Spielplan:

Spielplan Rock am Ring - Sonntag, 07. Juni 2009

CENTERSTAGE

SUZUKI ALTERNASTAGE

Coca-Cola Soundwave Tent

Limp Bizkit

22:45-0:15 

Peter Fox

0:30-1:45

Dir En Grey

1:00-2:00

Billy Talent

20:35-22:05

The Kooks

22:50-0:00

Black Stone Cherry

23:55-0:50

Guano Apes

19:05-20:05

MIA.

21:20-22:20

All That Remains

22:55-23:45 

The Subways

17:45-18:35

Chris Cornell

20:05-20:55

Gallows

22:00-22:45 

The All American Rejects

16:40-17:20

Kettcar

18:55-19:40

Hollywood Undead

21:10-21:50

New Found Glory

15:45-16:20

Peter Bjorn & John

17:45-18:30

Bring Me The Horizon

20:20-21:00 

 

 

Tomte

16:40-17:20

Buckcherry

19:35-20:10

 

 

The Rifles

15:45-16:20

The Blackout

18:50-19:25

 

 

Middle Class Rut

14:55-15:25

Fightstar

18:05-18:40

 

 

The Kilians

14:10-14:40

The Crave

17:25-17:55

 

 

Little Man Tate

13:30-13:55

Pain

16:45-17:15

 

 

 

 

Steadlür

16:05-16:35

 

 

 

 

Five And The Red One

15:30-15:55

 

 

 

 

Nervecell

15:05-15:25

 

 

 

 

Coca Cola Open Stage

14:00-15:00



Gott sei Dank sollten die für mich interessanten Bands an diesem Tag erst gegen Abend loslegen, sodass ich mich bis dahin im Schlafe neu stärken konnte. Irgendwie klappt das am Ring immer, dass Sonntag bandtechnisch so gediegen ist, dass wir Samstag ein letztes mal feiern und Nachts dann gemütlich Heim fahren können. Es bringt also doch etwas kurz vor Bekanntgabe des Spielplans ein Lamm zu schlachten...

Gegen 16.00 Uhr bin ich von den Toten auferstanden und wir konnten anfangen alles abzubauen. Es gibt ein altes chinesisches Sprichwort, dass besagt: Baust du am Ring 5 Stunden auf, so wirst du nur 30 Minuten zum abbauen brauchen. So war es dann auch in etwa.

Als erstes Schmankerl an diesem Tag blieb dann noch das mutwillige, gewaltätige Beseitigen der Dinge, die nicht mit Heim genommen werden, weil sie nicht mehr zu gebrauchen sind. In diesem Jahr handelte es sich hierbei um 2 Pavillons, 3-4 Zelte, den Thron und eine Bierbankgarnitur. Da ich mir im Vorjahr bei dieser in jedem Jahr stattfindenden Sonntagsaktion das Schlüsselbein übel geprellt habe, lies ich es bei diesem Mal langsam angehen. Auch Patrick war verletzt, also beließen wir es bei Zerstörung der Dinge durch Bewurf mit dem Thron und allem anderen was noch so übrig war, anstatt Patrick – wie ursprünglich geplant – mit einem Belly to Belly Suplex auf Pavillon und Bierbankgarnitur zu befördern, um ihn anschließend mit einem Frog Splash von Kains Schultern aus zu finishen. Naja. Vielleicht im nächsten Jahr.

Alles in den Autos verstaut? Check. Den Zeltplatz verwüstet? Check. Alle nochmal Pinkeln gewesen? Check. Die Nase gepudert? What the....

Guano Apes – Vor der Centerstage

Oben angekommen, haben wir uns dann noch ein bisschen Guano Apes angeschaut.

Also Sandra hatte früher mehr Power, wenn ich mich recht erinnere. Ihre Stimme war zwar auf Konzerten noch nie so kräftig, wie auf den Platten, aber das erste Drittel von „Lords of the Boards“ komplett von den 100 Leuten direkt vor der Bühne ins Mikro schreien zu lassen, ist wirklich nicht sehr anturnend. Ich fands insgesamt ein bisschen langweilig, aber was solls.

Bring Me The Horizon – Soundwave-Zelt

Ok. Danach drohte uns Billy Talent und das musste nicht schon wieder sein. Ich mag die Jungs ja schon so bissl und hör gern mal in die Platten rein, aber im letzten Jahr 2 mal Kanadisches Gekreische haben mir eigentlich gereicht. Also ab ins Soundwave-Zelt, da stehen heute ja noch ein paar gute Bands auf dem Plan.

Im Zelt wird zunächst wie auch schon Samstag Nacht ein angenehmer Platz auf dem Fußboden gesucht. Sogleich gefunden und ein bisschen gedöst. Zwischendrin mal die Nebensitzer gefragt, wer eigentlich grad spielt. „BMTH“ - „Was echt? Oh dann sollte ich vielleicht doch mal nen Blick riskieren. Gesagt, getan und die Jungs waren wie erwartet. Eine junge britische Deathcore-Band, die noch weiß, dass man dem Publikum die angebrachte Stimmung aufzwängen kann.

Hätten wir geahnt, was uns als nächstes erwartet, hätten wir ein paar Sachen vor der Zerstörung bewahrt und mit hier hoch genommen, um damit die folgende Band zu bewerfen.

Hollywood Undead – Soundwave-Zelt

„Was kommtn als nächstes?“ - „Hollywood Undead.“ - „Noch nie gehört, aber der Name klingt ja nicht schlecht...“

Den Trend einer Einlaufmusik haben ja beinahe alle Bands übernommen, so auch diese. Die schummrig-düstere Melodie lässt hoffen, dass es sich um eine halbwegs gute Metalband handelt.

Aber warum steht da außer einem Drumset kein Instrument auf der Bühne?

Die Antwort: 5 Männer im geschätzten Alter von 30-40 betreten die Bühne. Angezogen so halb auf Hopper, halb Alternativ-Student. Die Musik beginnt und die Jungs fangen an. „Was ist denn DAS?“ - „Crossover!“ „Elektro“ „HIP HOP!“ Das 3. Lied fängt an und die Band animiert kopfnickend das Publikum zum winken. „Das ist irgendwie eine sehr schlechte Mischung aus Beastie Boys und Backstreet Boys mit mehr Tendenz zum letzteren“. „RAUS HIER!“

Nichts wie weg. Das ist doch eine absolute Frechheit! So eine Band zwischen Bring Me The Horizon und The Gallows zu packen. Deathcore und UK Hardcore. Zwischedrin Boyband-HipHop???? Geht’s noch? Eigentlich wollten wir uns noch The Gallows und All That Remains anschauen, aber nach diesem musikalischen Tiefschlag tut mir die Leistengegend weh. Und außerdem treten auf der Center ja noch Limp Bizkit auf und die will ich nicht verpassen.

Limp Bizkit – Centerstage

Für mich ein wichtiger Act an diesem Wochenende. Ich habe LB noch nie live gesehen und wünsche mir das seit meiner Jugend. Ein Freund hat mich damals durch Korn und eben LB musikalisch in die alternative Richtung gezogen, wofür ich ihm bis heute dankbar bin. (Danke Dave-King!)

Da wir alle seit Mittwoch hier waren und uns das körperlich mehr oder minder mitnahm, entschlossen wir uns, LB aus Zone C heraus zu verfolgen. Die Musik war hier hinten wieder so leise, dass ich mich selbst hab mitrappen hören. Um mich herum waren scheinbar noch mehr langjährige Fans, sodass ich mich nicht der Peinlichkeit hingeben musste, der einzige Mitsinger zu sein.

Scheinbar hat auch Fred Durst kapiert, dass die Band seit dem Austritt von Wes Borland (Das ist der Typ, der in den Videos und bei Konzerten immer angemalt ist) nichts gescheites mehr auf die Beine gestellt. Gott sei Dank ist Wes zurück, trägt wieder ein geiles Kostüm und die Band verschont uns mit den letzten Beiden Alben. Abgesehen von „Eat You Alive“ und „Behind Blue Eyes“ doch die 2 Songs sind gut zu ertragen und bei letzterem bewegt sich Fred sogar in Richtung zweiter Wellenbrecher, um seine Fans zu begrüßen, was ihm gleich mal wieder 3 neue YouToube-Einträge beschert hat.

So richtig mulmig wird mir bei Songs wie „Break Stuff“ und „Faith“. Das ist alles so viele Jahre her und ich krieg Gänsehaut auf dem Rücken, um bei den passenden Stellen kurz durchzudrehen und mich mit wildfremden anzufreunden und gemeinsam zu feiern.

Irgendwann ruft Kai mich an, um mir mitzuteilen, dass der Großteil unserer Leute jetzt an den Autos ist und wir dann loskönnen. Ich antworte, dass sie sich noch 10 Minuten gedulden sollen und LB jetzt grad „Nookie“ anspielt. Kai unterdrückt sich den Heulkrampf und freut sich für mich, weil er den Song eigentlich auch noch sehen wollte. Das Lied hat schon begonnen und beim ersten harten Gitarreneinsatz brülle ich aus voller Kehle ins Telefon „I DID IT ALL FOR THE NOOKIE! C´MON! THE NOOKIE! C´MON! SO YOU CAN TAKE THAT COOKIE!“

Kai kann sich nicht zurückhalten und schluchzt los. Auch Männer müssen eben mal weinen können. Zum Trost hab ich schnell aufgelegt und wir sind in Richtung Ausgang marschiert. Auf dem Weg kommt aber noch ein Brecher: Die Band stimmt „Take A Look Around“ (Mission Impossible O.S.T) an und Domme und ich bleiben nochmal stehen, um uns das Lied zu geben.

Danach begeben wir uns auf die Heimreise. Der Anhänger ist diesemal leer und es ist Nacht. Ich geb Gas und hoffe das die A-Kupplung hält, was sie dann auch tut. Am Hockenheimring beginnt RaR und da endet es. Alle steigen nochmal aus und verabschieden sich umarmend.

Bis zum nächsten Mal.



 

 

Ich möchte folgenden Leuten danken, mit denen ich alljährlich den Ring genieße oder zumindest in diesem Jahr genossen habe.

  • Sarah
  • Micha
  • Kai
  • Patrick S.
  • Domme & Sabine
  • Ina & Patrick
  • Cain & Steven
  • Mo & Vroni
  • Daniel & Simon & Flo
  • Melissa & ihr kleiner Bruder :P
  • Lutz
  • Matze & Sabbe
  • Dave, Jojo und die ganze Düsseldorf-Crew
(Liste nicht abschließend)

Ihr seid großartig!!!

 

19.6.09 17:21





Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung